Was ist APY?
APY steht für Annual Percentage Yield (Effektiver Jahreszins), manchmal auch effektiver Jahresrendite genannt. Er misst die Gesamtrendite Ihrer Investitionen oder Ersparnisse über ein Jahr unter Berücksichtigung der Zinseszinswirkung.
Im Gegensatz zum APR (Annual Percentage Rate), einem einfachen Nominalzins, gibt Ihnen APY die tatsächliche Rendite an, die Sie erzielen. Dies macht ihn zur besseren Kennzahl für den Vergleich von Sparkonten, Festgeldern und anderen zinsbringenden Produkten.
APY-Formel
Die Formel zur Berechnung des APY aus einem nominalen APR lautet:
Wo:
- = nominaler Jahreszinssatz (APR) als Dezimalzahl
- = Anzahl der Zinsperioden pro Jahr
Beispiel: 6 % APR mit monatlicher Verzinsung
Ein APR von 6 % mit monatlicher Verzinsung ergibt also einen effektiven APY von 6,17 %.
APY aus erzielten Zinsen berechnen
Wenn Sie den Hauptbetrag und die erzielten Zinsen kennen, können Sie den APY direkt berechnen:
Zum Beispiel: 50 € Zinsen auf 1.000 € über 365 Tage:
APY vs APR: Was ist der Unterschied?
| APR | APY | |
|---|---|---|
| Berücksichtigt Zinseszins? | Nein | Ja |
| Immer höher? | Niedriger oder gleich | Höher oder gleich |
| Verwendet für | Kreditkosten, ausgeschriebene Zinssätze | Anlagenrenditen, Ersparnisse |
| Am besten für Vergleich | Kreditangebote | Spar-/Festgelder |
Je häufiger die Verzinsung, desto größer die Differenz zwischen APR und APY:
- Tägliche Verzinsung → höchster APY
- Monatliche Verzinsung → moderater APY
- Jährliche Verzinsung → APY entspricht APR
Auswirkung der Zinsperiode
Bei einem APR von 5 % verändert sich der APY wie folgt:
| Zinsperiode | Perioden/Jahr | APY |
|---|---|---|
| Jährlich | 1 | 5,0000 % |
| Halbjährlich | 2 | 5,0625 % |
| Vierteljährlich | 4 | 5,0945 % |
| Monatlich | 12 | 5,1162 % |
| Wöchentlich | 52 | 5,1246 % |
| Täglich | 365 | 5,1267 % |
Wie Sie sehen, ist der Unterschied zwischen monatlicher und täglicher Verzinsung bei 5 % APR nur etwa 0,01 % — klein, aber bei großen Summen summiert es sich.
So verwenden Sie APY zum Vergleich
Beim Vergleich von Sparkonten oder Festgeldern:
- Achten Sie immer auf APY, nicht APR — APY gibt Ihnen die wahre Rendite
- Prüfen Sie die Zinsperiode — häufiger ist etwas besser
- Berücksichtigen Sie die Laufzeit — längere Festgelder können höhere APY bieten, aber weniger Flexibilität
- Achten Sie auf Werbezinssätze — Einführungs-APYs können nach einer Periode sinken
APY mit regelmäßigen Einzahlungen
Wenn Sie regelmäßige Einzahlungen auf ein Sparkonto tätigen, gilt die APY-Formel für den Stand in jeder Zinsperiode. Das bedeutet:
- Ihre Einzahlungen beginnen sofort, Zinsen zu verdienen
- Erzielte Zinsen verdienen ebenfalls Zinsen (Zinseszins auf Zinseszins)
- Die effektive Rendite über die Zeit ist höher als der einfache APY auf der Ersteinzahlung
Verwenden Sie den obigen Rechner, um Ihr spezifisches Szenario mit regelmäßigen Beiträgen zu modellieren.
Häufige Fehler
- Verwechslung von APY und APR — APR berücksichtigt keine Zinseszinsen; vergleichen Sie immer APY mit APY
- Ignorieren der Zinsperiode — zwei Konten mit gleichem APR aber unterschiedlicher Verzinsung haben unterschiedliche APYs
- Vergleich von APY über verschiedene Laufzeiten — ein 1-Jahres-Festgeld-APY ist nicht direkt vergleichbar mit einem 5-Jahres-Festgeld-APY
- Vergessen von Gebühren — einige Konten verwalten Wartungsgebühren, die Ihre effektive Rendite reduzieren